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Solarwärme richtig nutzen

Besonders effizient können Sie Ihre Heizung in Verbindung mit einer thermischen Solaranlage betreiben. Im Eigenheim gibt es zwei verschiedene Einsatzbereiche für Solarwärmeanlagen: Entweder wird die Erwärmung Ihres Warmwassers für Küche und Bad unterstützt. Oder Sie die Anlage versorgt zusätzlich auch die Heizung mit Energie. Im Frühjahr und Herbst können die Heizkosten so um bis zu 50% reduziert werden. Beide Typen lassen sich unproblematisch in eine bestehende Heizungsanlage integrieren und natürlich noch einfacher bei einer Neuinstallation gleich mit einplanen.

Ein wesentlicher Unterschied liegt dabei bei den Investitionskosten. Kommt eine gute thermische Solaranlage zur Warmwassererwärmung für einen Vierpersonenhaushalt auf etwa 5.000 €, beträgt der Preis bei zusätzlicher Heizungsunterstützung etwa das Doppelte (ohne Installationskosten). Aber Vorsicht: Wer gleich am falschen Ende spart, verspielt gewinnbringende Möglichkeiten bei den Betriebskosten. Beispiele zeigen, dass der Austausch eines alten Gas-Standardkessels durch einen neuen Kessel mit Heizungsunterstützung drei mal so viel Energie sparen kann wie bei einer Solaranlage, die „nur“ das Brauchwasser erwärmt. So sparen Sie Jahr für Jahr bares Geld für Brennstoff, den Sie schlicht nicht benötigten. Für hochwertige solarthermische Systeme geben Hersteller übrigens eine Lebensdauer von bis zu 30 Jahren an.

Bei der Entscheidung für eine Solaranlage lassen Sie auch der Umwelt Gutes zukommen. Da weniger Gas oder Öl benötigt wird, gelangen auch weniger CO2-Emissionen in die Atmosphäre. Bei einem Vierpersonenhaushalt, der einen alten Heizkessel gegen eine moderne Brennwert-Solarkombination mit Heizungsunterstützung austauscht, kommen so schnell über 1.500 kg CO2 zusammen, die das Klima nicht mehr belasten.

Je besser eine Solaranlage auf den Bedarf im Haus zugeschnitten ist, desto effizienter kann die Sonnenwärme genutzt werden. Das heißt: Die Kollektoren und der Speicher sollten weder zu groß noch zu klein ausfallen. Für die Wassererwärmung gilt: Wer Flachkollektoren einsetzt, benötigt etwa 1,5 m² Kollektorfläche pro Person. Es gibt darüber hinaus leistungsstärkere aber auch teurere Röhrenkollektoren, die die Fläche um ein Drittel reduzieren. Für die Wahl der richtigen Anlage für Ihre Haus fragen Sie am besten einen Heizungsfachbetrieb Ihres Vertrauens oder einen Energieberater. Kompetente Berater aus Ihrer Region finden Sie in unserer extern Energieberaterdatenbank.

Geht es um die Investitionen, lohnt es sich für Sie, bei Zuschüssen und Sonderkrediten am Ball zu bleiben. So gibt es Bundes-, Landes- und kommunale Zuschüsse oder auch Kredite der KfW-Bank. Eine Übersicht finden Sie im Bereich
extern Fördermittel.