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    Unser Ener zeigt Musterhaushalte.
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Ergebnisse der Aktion „Musterhaushalte sparen Strom”
Von über 250 Bewerbungen wurden Anfang Juli 20 Haushalte ausgewählt, die in den Folgemonaten eine intensive Stromsparberatung erhielten. Dazu gehörte der mehrmalige Besuch von Energieberatern der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz. Ziel war es, die jeweiligen Stromfresser aufzuspüren und zu verdeutlichen, dass jeder Haushalt Stromsparen kann, ob Single oder Großfamilie, Mieter oder Eigentümer.

Zur Umsetzung der Sparmaßnahmen, die von den Energieberatern vorgeschlagenen wurden, erhielt jeder Haushalt einen Zuschuss in Höhe von bis zu 200,- Euro. Die ersten Ergebnisse der Aktion werden hier kurz vorgestellt:

Welche Einsparmöglichkeiten wurden aufgedeckt?
Der Stromverbrauch in den 20 Haushalten verteilt sich im Haushalt auf sehr viele Nutzungsbereiche (siehe Abb. 1). Die Spannbreite ist groß, ebenso die Unterschiede zwischen den Haushalten, die sehr stark von den Aktivitäten der Bewohner abhängt.



Durch die Beratung und die umgesetzten kleineren Maßnahmen sank der Stromverbrauch aller begleiteten Haushalte insgesamt um 15%
. Längerfristig liegt die Einsparung nach Durchführung aller Maßnahmen bei 30%, die Streuung ist jedoch groß: Manche Haushalte konnten deutlich mehr sparen. Ein Fallbeispiel:
Ein Haushalt mit zwei Erwachsenen und zwei Jugendlichen verbrauchte im Jahr knapp 9.500 kWh und zahlte dafür knapp 2.000,- Euro!

Woran lag das?

  • Glühlampen im Haus brennen dauerhaft
  • Kaffeemaschine viel im Einsatz, dazu die Strom verbrauchende Warmhalteplatte
  • Spül- und Waschmaschine sowie Trockner sind viel im Einsatz
  • Hoher Verbrauch an warmem Wasser durch häufiges und langes Duschen
  • Schlecht hinterlüftetes Kühl- und Gefriergerät,
    vier Radiowecker, die ständig Strom verbrauchen.
Durch die Beratung konnte die Familie ihren Stromverbrauch um 38% senken.
Dies führt zu einer Verringerung der jährlichen Stromkosten um 758,- Euro.

Die wesentlichen Einsparmaßnahmen waren:
  • Der Austausch von Glühlampen durch 20 Energiesparlampen,
  • der Einsatz von drei Steckerleisten mit Ausschalter,
  • die Verwendung von zwei Isolierkannen für Kaffee anstatt einer ständig beheizten Platte an der Kaffeemaschine,
  • das Stilllegen des Wäschetrockners zugunsten von drei Wäscheständern,
  • eine neue Kühl-Gefrier-Kombination,
  • das Anbringen von „Duschtrainern” in den Duschkabinen, die im Sanduhr-Prinzip an die Dauer des Duschens erinnern.



Die Maßnahmen lohnen sich schnell:
Die Geräte kosteten insgesamt 812,- Euro. Bei 758,- Euro Einsparung pro Jahr haben sich Investitionen bereits nach 13 Monaten selbst finanziert. Nach dieser Maßnahme spart dieser Haushalt über 60,- Euro pro Monat.

Die Einsparmöglichkeiten aller 20 Haushalte stellt die folgende Abbildung dar:






Fazit:
Der Stromverbrauch ist viel stärker vom Alltagsverhalten abhängig als der Heizenergieverbrauch. Daher sind es die vielen kleinen Maßnahmen, die den Stromverbrauch verringern. Die Aktion hat dabei vier Dinge verdeutlicht:

  1. Jeder Haushalt kann sparen.
  2. Stromsparen ist immer ein Bündel von Detailmaßnahmen.
  3. Viele Maßnahmen sind einfach und kostengünstig umsetzbar.
  4. Alle Familienmitglieder müssen motiviert sein und mitmachen.


Entscheidend ist es, sich zu informieren und dann den ersten Schritt zu tun!