STARTSEITE | PRESSE | IMPRESSUM | SITEMAP | LOGIN
 

    Unser Ener informiert sich.
Seite drucken



Information zum Glossar:
Zur Erläuterung, auf den entsprechenden Begriff klicken.



Absorber

Empfänger der Solarstrahlung im Solarkollektor einer Solarwärmeanlage – geschwärzt oder mit einer selektiven Beschichtung und mit einem integrierten Rohrsystem versehen. Auf der Oberfläche wird die Strahlung der Sonne in Wärme umgesetzt und an ein Wärmeträgermedium (Wasser-Frostschutzmittel-Gemisch) übertragen.



Außentemperaturgeführte Heizungsregelung

Die Vorlauftemperatur der Heizung wird in Abhängigkeit der Außentemperatur geregelt. Die Vorlauftemperatur ist die Temperatur mit der das Heizmedium in die Heizkörper hineinfließt. Der Zusammenhang zwischen momentan herrschender Außentemperatur und der zu wählenden Vorlauftemperatur bildet die am Regelgerät eingestellte Heizkennlinie. Sie ordnet jeder Außentemperatur eine Vorlauftemperatur für eine angemessene Wärmelieferung zu.



Bivalenter Warmwasserspeicher

Ein bivalenter Warmwasserspeicher ist mit zwei Wärmetauschern ausgestattet. Der untere Wärmetauscher ist mit der Solaranlage verbunden und der obere mit dem konventionellen Heizsystem. Falls die Sonnenenergie nicht ausreicht, um das Wasser im Warmwasserspeicher ausreichend zu erwärmen, wird die
Trinkwassererwärmung über den Heizkessel sichergestellt.



Blower-Door-Test

Ein sogenannter Blower-Door-Test ist eine Methode, um die Dichtheit eines Gebäudes zu untersuchen und zu bewerten.

Beim Blower-Door-Test wird eine luftdichte Folie mit einem Rahmen in eine Öffnung der Gebäudehülle eingebaut, wobei alle anderen Öffnungen nach außen geschlossen sind. In der Folie ist ein starker Ventilator integriert, der Luft in das Gebäude bläst bzw. aus dem Gebäude saugt. Dabei entsteht ein Über- bzw. Unterdruck zwischen Gebäude und Umgebung. Aufgrund der Undichtigkeiten in der Gebäudehülle muss der Ventilator kontinuierlich Luft fördern, um eine bestimmte Druckdifferenz aufrecht zu erhalten. Je undichter das Gebäude ist, desto höher ist dieser Volumenstrom.

Während der Messung registriert man den Volumenstrom in Abhängigkeit der Differenzdruckverhältnisse. Die Kenngröße, die meist erwähnt und für welche auch Grenzwerte angegeben werden, ist die Lüftungsrate bei einer Druckdifferenz von 50 Pascal (n50-Wert). Sie wird ermittelt, indem man den gemessenen Volumenstrom durch das Luftvolumen des Gebäudeinneren teilt.



EEG oder Erneuerbare-Energien-Gesetz

Das EEG regelt die Abnahme und die Vergütung von ausschließlich aus erneuerbaren Energiequellen gewonnenem Strom durch Versorgungsunternehmen, die Netze für die allgemeine Stromversorgung betreiben (Netzbetreiber). Netzbetreiber sind nach dem EEG verpflichtet, Strom aus erneuerbaren Energien abzunehmen und zu vergüten. Ziel des Gesetzes
ist es, den Anteil an erneuerbaren Energien bis 2010 auf mindestens
12,5 %, bis 2020 auf mindestens 20 % zu erhöhen. Unter erneuerbaren Energien werden genannt: Wasserkraft, Windenergie, solare Strahlungsenergie, Geothermie, Energie aus Biomasse.



Einblaspauschale

Bei der Lieferung von Holzpellets erheben viele Pelletshändler eine so genannte Einblaspauschale. Dies ist ein Aufschlag, der einmal pro Abladestelle erhoben wird und die Kosten für die Dienstleistung am Lagertank decken soll. Diese Dienstleistung beinhaltet unter anderem die Begutachtung und Prüfung des Lagertanks vor dem Befüllen, den Schlauchaufbau bzw. -abbau, die Anbringung der Staubabsaugung, die Überwachung des Befüllvorganges, das Erstellen des Lieferprotokolles und der Lieferpapiere.



Erneuerbare Energien (auch regenerative Energien)

Energiequellen, die sich laufend erneuern und damit zeitlich unbegrenzt zur Verfügung stehen. Das technisch nutzbare Angebot aller erneuerbaren Energien ist um ein Vielfaches höher als der menschliche Energieverbrauch. Alle erneuerbaren Energieträger sind kohlendioxidneutral und schonen damit das Klima. Sie emittieren entweder kein Kohlendioxid oder nicht mehr, als sie während ihrer Entstehung aufgenommen haben. Zu den wichtigsten erneuerbaren Energien zählen Bioenergie (Pellets, Biogas, Bioöle) , Sonnenenergie, Erdwärme, Wasserkraft und Windenergie.



Fördersysteme für Pellets

Die Austragung der Pellets aus dem Lagerraum mittels einer Förderschnecke ist die wohl am meisten verbreitete Form der Fördersysteme. Gerade hier sind qualitativ hochwertige Holzpellets besonders gefragt, da ein hoher Anteil an Feinanteilen bei minderwertigen Pellets, die leichter zerfallen, die Förderschnecke schnell verstopfen könnte.



Geothermie (Erdwärme)

Bei der Geothermie wird die im Erdinneren entstehende und gespeicherte Wärmeenergie als Energiequelle genutzt. Anlagen zur Nutzung der Erdwärme lohnen sich vor allem in Gegenden mit besonders günstigen geologischen Voraussetzungen wie z.B. heißen Tiefenwässern. Bei den geothermischen Vorkommen in Deutschland handelt es sich um Thermalwasser mit Temperaturen zwischen 40-100° C, das aus tief liegenden Erdschichten (1.000-1.500m) entnommen wird. Grundsätzlich kann das heiße Wasser zu Heizzwecken – je nach Wasserqualität auch direkt für Bäder und Gewächshäuser – sowie Dampf bei ausreichend hohen Temperaturen zur Stromerzeugung eingesetzt werden. Vulkanisch aktive Regionen wie Island decken ihren Energiebedarf ausschließlich über geothermische Kraftwerke. In den dortigen Kraftwerken wird der aufsteigende Wasserdampf direkt für die Verstromung über Turbinen genutzt.



Holzpellets

Der Brennstoff Holzpellets besteht aus naturbelassenem Restholz (Säge- oder
Hobelspäne). Er wird nur mit Druck und natürlichen Holzharzen als Bindemittel
zu zylindrischen Presslingen geformt. Pellets, die aus Hartholzspänen gewonnen werden, haben eine dunklere Farbe als Holzpellets aus Fichte oder Kiefer. Der Heizwert ist bei beiden Produkten gleich, da der höhere Energiegehalt von Hartholz aus seiner höheren Dichte kommt. Hartholz- und Weichholzpellets haben aber durch den Pressvorgang die gleiche Dichte und somit auch den gleichen Energiegehalt. Bei der Verbrennung wird nur so viel CO2 freigesetzt, wie die Pflanze während des Wachstums gebunden hat. Als Faustregel gilt: 2 kg Holzpellets ersetzen 1 l Heizöl. Holzpellets sind ein genormter Brennstoff. In Deutschland gibt die DIN 51731 „Anforderungen an Presslinge aus naturbelassenem Holz” vor. Demnach haben Holzpellets der Größengruppe HP5 einen Durchmesser von 4-10 mm und eine etwa dem Heizwert von 0,5l Heizöl entspricht.



Hydraulischer Abgleich

Der hydraulische Abgleich behandelt die Regulierung der fließenden Wasserströme in einem Rohrnetz wie beispielsweise einer Heizung. Durch den Abgleich soll in jedem Teil des Wasserkreislaufes diejenige Wassermenge pro Zeiteinheit fließen, die wirklich benötigt wird. Damit kann z.B. bei einer Heizung sichergestellt werden, dass alle Heizkörper gleichmäiß warm werden und somit das Haus gleichmäßig beheizt wird.



Indachkollektor

Bei der Indachmontage auf Schrägdächern werden die Module zu einem Teil der "Dachhaut". Die Dachziegel unter der Kollektorfläche werden entfernt und die Module direkt auf den Dachstuhl montiert. Bei der Gebäudeversicherung zählt diese Art der Anlagen als fester Bestandteil des Hauses.



Kollektor

In einer thermischen Solaranlage wandelt ein Kollektor mittels eines Absorbers die Sonnenstrahlung in Wärme um, die für die Trinkwassererwärmung oder Heizungsunterstützung genutzt werden kann. Der Kollektor gehört, neben Speicher und Regelung, zu den wichtigsten Komponenten einer thermischen Solaranlage.



Lagerraum für Pellets

Der Lagerraum ist bei einer Pelletsheizanlage besonders wichtig. Er muss eine
stetige und reibungslose Förderung der Pellets durch ein Austragssystem gewährleisten. Es gibt verschiedene Lagermöglichkeiten für Pellets: Kellerraum mit Schrägböden, konisch angeordnete Erdtanks und Sacksilos. Erdtanks haben den großen Vorteil, dass sie zusätzlichen Kellerraum schaffen bzw. den Keller ganz entbehrlich machen, da der Erdtank oft im Garten vergraben wird. Meist ergibt sich dadurch aber ein längerer Weg von der Lagerstätte bis zur eigentlichen Heizungsanlage, was sich unter Umständen negativ auswirken könnte.



Photovoltaik

Abkürzung: PV – Stromerzeugung aus Sonnenlicht.



Raumtemperaturgeführte Heizungsregelung

Die Vorlauftemperatur des Heizmediums wird in Abhängigkeit der Raumtemperatur eines gewählten Referenzraumes geregelt. Die Vorlauftemperatur ist die Temperatur mit der das Heizmedium in die Heizkörper hineinfließt. Alle auf einen Raum wirkenden Einflussgrößen, wie z.B. Fremdwärmegewinne durch Sonneneinstrahlung, werden bei der Raumtemperaturmessung erfasst und bei der Wahl der Vorlauftemperatur entsprechend berücksichtigt.



Röhrenkollektor

Der Röhrenkollektor, auch Vakuumröhrenkollektor genannt, unterscheidetsich von einem Flachkollektor dadurch, dass ein luftleerer Bereich zwischen Abdeckung und Absorber für eine besonders gute Isolierung sorgt. Aus diesemGrund hat ein Röhrenkollektor einen ca. 30 % höheren Wirkungsgrad als ein üblicher Flachkollektor. Wegen des hohen Wirkungsgrades arbeiten Röhrenkollektoren auch bei leicht bedecktem Himmel sehr effektiv.



Solarstrom-Inselanlagen

Inselanlagen werden nicht mit dem Stromnetz verbunden und speisen den Strom somit nicht ein. Sie werden aus wirtschaftlichen Gründen vor allem dort eingesetzt, wo ein Anschluss an das Stromnetz nicht infrage kommt, z. B. in
Berghütten oder mobil auf Schiffen und Wohnmobilen. Aber auch für Kleinverbraucher wie Parkscheinautomaten, Notrufsäulen ohne eigenen Stromanschluss setzen sich Inselanlagen immer mehr durch.



Solarthermie

Nutzung der solaren Strahlungswärme für Heizung und Wassererwärmung.



Solarzelle/Solarmodul

Solarzellen erzeugen mittels Photovoltaik aus Sonnenlicht Strom. Weit verbreitet sind Zellen aus Silizium in mono- oder multikristalliner sowie amorpher (Dünnschicht-) Form. Ein Solarmodul besteht aus mehreren hintereinander geschalteten Solarzellen. Ein Metallrahmen (z.B. Aluminium) hält das Modul zusammen und ermöglicht zusätzlich die Montage auf einem Dach oder Trägergestell. Die Module produzieren 20-25 Jahre Strom.



Wechselrichter

Gerät zur Umwandlung von Gleichstrom in Wechselstrom. Wird von Photovoltaikanlagen benötigt, damit der von Solarzellen erzeugte Gleichstrom für die Einspeisung in das öffentliche Elektrizitätsnetz in Wechselstrom umgewandelt werden kann.



Wirkungsgrad

Das Verhältnis von aufgenommener zu abgegebener Energie. Für Solarzellen bedeutet dies das Verhältnis von auftreffender Sonnenenergie zur erzeugten
Strommenge. Bei Solarkollektoren bezieht sich der Wirkungsgrad auf den in
Nutzwärme umgesetzten Anteil der auftreffenden Solarenergie.



Wärmepumpe

Nutzt die Umweltwärme (Wasser, Boden oder Luft) als Wärmequelle. Mit einem
Teil elektrischer Hilfsenergie gewinnt die Wärmepumpe drei Teile Umweltwärme
und erzeugt damit vier Teile Heizwärme. Wärmepumpenheizungen sind in der
Anschaffung teurer als konventionelle Öl- oder Gasheizungen. Durch deutlich
niedrigere Energie- und Betriebskosten sind sie jedoch langfristig auch wirtschaftlich attraktiv. Wärmepumpen sollten optimalerweise in Verbindung mit
Flächenheizungssystemen betrieben werden, da sie hier besonders wirtschaftlich arbeiten.



Wärmerückgewinnung

Nutzbarmachung von Abwärme, z.B. aus Abluft oder Abwasser.



Wärmeträgermedium

Flüssigkeit im Kollektorkreis einer Solaranlage, die die Wärme vom Kollektor
zum Speicher transportiert. Als Wärmeträger wird die Flüssigkeit bezeichnet,
welche durch die Solarkollektoren fließt, darin durch die Sonneneinstrahlung erhitzt wird und anschließend im Speicher über einen Wärmetauscher das Trinkwasser erhitzt. Üblicherweise benutzt man ein Gemisch aus Wasser und Frostschutzmittel. Das Frostschutzmittel ist aus Sicherheitsgründen
lebensmittelverträglich/ungiftig, falls einmal eine undichte Stelle eine
Vermischung von Trinkwasser und Wärmeträger verursachen sollte.
Bis zu -21° C ist dieser Wärmeträger betriebsbereit. Darunter entsteht eine zähe Eismasse, die jedoch das Leitungsnetz nicht zum Platzen bringt.